Corinne Hofmann

 

Warum bin ich eigentlich hier?
(eine meiner Lebens-Fragen)


about Ceha: die kurze Version
Je älter ich werde, desto tiefer bin ich überzeugt, dass ein Menschenleben kein Wunschkonzert ist.
Ein grosses Paradox, denn noch nie so wie heute wird uns vorgemacht, wir hätten 1001 Möglichkeiten, wie wir unser Da-Sein gestalten könnten. Doch das Leben führt uns beharrlich und völlig unbeirrt von unseren Wünschen immer wieder an unsere Lebensthemen heran.

An diesem Punkt gibt es eine Brücke zu meinem Schaffen. Denn was ich mit meiner Kunst bewirken möchte, ist, dass du mit dir selber (noch mehr) in Kontakt kommst.

Schön, dass du da bist – Willkommen bei Ceha Ceha,
Corinne Hofmann


about Ceha: Die längere Version

Mein Leben hat mit 28 Jahren sozusagen eine 180Grad-Wende genommen. Von jetzt auf nachher wurde mir durch eine Krankheit der Boden unter den Füssen weg gezogen. Das Gnadenvolle dabei war, dass mir das Leben nicht nur etwas genommen hat, es hat mir gleichzeitig auch etwas geschenkt: Meine Berufung. Auch wenn mir das damals noch nicht bewusst war.

Weil ich also zuhause angebunden war, begann ich für meinen persönlichen Gebrauch Schlüsselanhänger zu basteln. Und die fanden unverhofft Anklang im Nachbar- und Bekannten-Kreis, so dass ich bald eine kleine Produktionsstätte zuhause hatte. Okay, wenn ich heute Kreationen von damals sehe, schäme ich mich in Grund und Boden – aber eben, jeder hat irgendwie angefangen und es war definitiv der Startschuss von Ceha Ceha. Auch der Name Ceha Ceha ist damals einfach wie aus dem Nichts aufgetaucht und war so stimmig, dass er direkt gesetzt war. (Ceha für meinen Namen, Corinne Hofmann, Ceha für Schweiz - und dann die Buchstaben einfach Silbe für Silbe ausgesprochen)

Das ist jetzt 12 Jahre her und es ist beeindruckend, wo mich mein Schaffen in dieser Zeit überall hingeführt hat. Innerlich und Äusserlich. Ganz aktuell habe ich nach 6 Jahren externem Ladenlokal Beruf und Privat unter einem neuen, grösseren Dach zusammen geführt, was sich einfach wunderbar anfühlt. Ich fühle mich selber nun wieder viel kompletter und wie zusammen gefügt, seit ich nicht mehr die Laden-Öffnungszeiten „absitzen“ und in dieser Zeit kreativ sein muss.

Abgesehen davon, dass ich heute nur noch mit echten Materialien arbeite, haben meine Kreationen in all den Jahren massiv an Tiefe gewonnen. Es scheint so zu sein, dass sich mein ganzer persönlicher Prozess, den ich seit 12 Jahren intensiv gehe (und der für mich definitiv (über)lebenswichtig war) immer mehr in meinem Schaffen wiederspiegelt und ausdrückt. Oder vielleicht könnte man auch sagen, dadurch, dass ich selber ganzer werde, werden auch meine Talente und Potenziale vollumfänglicher erschlossen.

Ein Prozess, der mich in Staunen versetzt, mich demütig macht, mich des Öfteren auch zweifeln und verzweifeln lässt – und der sich definitiv einfach sehr lebendig und seelenvoll anfühlt. Zwei Attribute, die ich auch meinen Kreationen und meinem Schaffen und Sein zuschreiben würde.

Schön, dass du da bist – Willkommen bei Ceha Ceha,
Corinne Hofmann